Liapor-Kreativ |
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| Liapor-KreativEine
Alinghi aus Beton namens »Flüügegwicht« |
Von
Urs Buser und Marius Ammann
Ingenieuse Spitzenleistungen zählen nicht nur dort, wo die elegante Alinghi und die BMW
Oracle die See pflügen und miteinander um den America's Cup wetteifern, es gibt sie auch
unter den Studierenden der ETH Zürich, die sich alle zwei Jahre auf die berühmten
Beton-Kanu-Regatten auf dem Neckar in Heidelberg, oder wie letztes Jahr auch
in Hannover und Duisburg vorbereiten.
Die Idee, Betonkanus zu bauen, kam in den 80er Jahren auf. 1986 organisierte die
Beton-Marketing Deutschland GmbH die erste deutsche Betonkanu-Regatta. Dabei wurden alle
Hochschulen in Deutschland und im angrenzenden Ausland eingeladen, ein Kanu aus Beton zu
konstruieren und sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Die ETH Zürich hat schon
mehrmals an diesen Regatten teilgenommen, an welchen Preise in drei verschiedenen
Disziplinen vergeben werden. Die Kategorien sind: 1. sportlicher Wettkampf, 2.
Konstruktion und Gestaltung und 3. leichtestes Kanu.
Eine besondere Herausforderung ist jeweils die Konstruktion und der Bau der Betonkanus,
wobei Materialwissenschaft, Betontechnologie und Bootsbaukunst gleichermassen gefragt
sind. Anfangs 2007 begann ein 20-köpfiges Team der ETH mit dem Bau zweier neuer
Betonkanus. Das kreative »Team HelvETHia« erforschte eine möglichst ideale
Betonmischung und suchte nach der optimalen Bootsform. Das Modell für die Bootsform (CAD)
konnte umgerechnet und in den Fräsroboter der ETH eingegeben werden, welcher dann die
Spanten für die Schalung millimetergenau fräste. Danach wurden die Spanten
zusammengesetzt. Und in das so entstandene Gerippe wurde die Schalung aus dünnem
Sperrholz eingelegt.
Eine spezielle Knacknuss war das Ertüfteln der optimalen Leichtbetonmischung.
Unterstützt von der Firma Liapor Schweiz, Olten, wurden dem Beton ausnahmsweise nicht
Blähtonkügelchen beigemischt, sondern das Liaver genannte Blähglas in der Körnung
0,25/0,50mm, welches sich bei Extrem-Leichtbetonen als Zuschlags-Stoff schon vielfach
bestens bewährt hat. Als Zement wurde CEM I 52,5 gewählt, ferner wurden noch
Microsilica, eine geringe Menge Betonverflüssiger und rote Farbpigmente zugefügt. Als
Armierung wurden diagonal verlegte Glasfasergelege mit einer Maschenweite von ca. 10mm
verwendet, im gesamten Kanu zwei Schichten, im Rumpf eine zusätzliche Verstärkung von
nochmals zwei Schichten. Die Wandstärken betragen zwischen 3 und 5 mm an der Bordwand und
20 bis 40 mm im Rumpf. Um den Austrocknungsprozess zu verlangsamen, und um dadurch
Rissbildungen zu verhindern, wurden die Kanus mit feuchten Jutesäcken und einer
Plastikplane abgedeckt.
Um in den Wettbewerben möglichst vorteilhaft abzuschneiden, bauten die Ingenieur-Kanuten
von der ETH zwei verschiedene Boote. Ein Boot sollte möglichst leicht sein, um in der
Kategorie 3, leichtestes Kanu, zu brillieren. Ein zweites Boot sollte etwas stabiler sein
und besser im Wasser liegen, um den 1. Preis im sportlichen Wettkampf zu erringen. Das
leichtere Kanu wurde »s'Flüügegwicht« getauft, das schwerere »d'Rageete«. |
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Technische
Daten: |
s'Flüügegwicht |
d'Rageete |
| Gewicht: |
32 kg |
64 kg |
| Länge
/ Breite: |
587 /
70 cm |
587 /
70 cm |
| Wandstärke
Bordwand |
3 mm |
5 mm |
| Wandstärke
Rumpf |
20 mm |
40 mm |
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Unter
der Schirmherrschaft der Professoren Vogel (Institut für Baustatik und Konstruktion) und
Dr. Van Mier (Institut für Baustoffe) ging das bestens motivierte »Team HelvETHia« an
den Start der 11. Deutschen Betonkanu-Regatta in Hannover. Von 62 Teams erreichten die
Schweizer den 5. Platz im sportlichen Wettkampf, den 6. Platz in der Konstruktionswertung
und den 2. Platz für das zweitleichteste Kanu (5.5 kg/m) samt der schnellsten Zeit aller
Läufe im Viertelfinal.
Mit der Erringung des 5. Platzes im sportlichen Wettkampf war das »Team HelvETHia«
automatisch qualifiziert für die Teilnahme an der Kanu-Weltmeisterschaft in Duisburg, wo
wiederum eine kleine Delegation der ETH teilnahm und ebenfalls den 5. Platz erreichte.
Bei der Heimfahrt von Hannover erlitt d'Rageete einen irreparablen Schaden. Sie wurde in
der Folge zur stehenden Skulptur umgebaut. S'Flüügegwicht, welches an der
Weltmeisterschaft teilnahm, ist jedoch immer noch intakt und funktionstüchtig. Es wurde
bereits an verschiedenen Veranstaltungen ausgestellt.
Es ist zu hoffen, dass die Ingenieur-Kanuten der ETH Zürich die schöne Tradition
weiterführen, und ihre Kunst des Betonkanu-Bauens auch in den kommenden Jahren
fortsetzen, um an den Wettbewerben weiterhin erfolgreich abzuschneiden. »Toi, Toi, Toi!«
http://www.betonkanu-regatta.de |
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| 2007:
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. |
| Fundation: |
Liapormix |
| Betonbohrkerne: |
Liapor-Leichtbeton
LC 20/22, gefügedicht |
| Rohrausschnitte: |
Liapor-Leichtbeton
LBE 15, mit Sand |
| Montage
Kerzen: |
Cement(it) |
| Design&Ausführung: |
Franziska
Roethenmund |
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| Liapor-KreativKneippen
mit Liapor |
Hier,
zum Beispiel, auf dem Kneipp-Erlebnis-Pfad in Langenbruck. Im Storchenschritt (Zehen
voran) wird hier, innerhalb anderer Stationen, in diesem speziell eingerichteten
Liapor-Becken auf die Liapor-Kugeln aufgetreten. Nach einigen Minuten sollte in den
Füssen ein Wärmegefühl spürbar werden. |
Man
zieht seine Schuhe und Socken aus ll Das Liapor-Becken ll Im Storchenschritt... |
...durch's
Liapor-Kugellager ll Und ab zur nächsten Kneipp-Station |
| Liapor-KreativBeton-Kanu |
Die
Universitätsstadt Heidelberg, die Neckarwiesen und der Fluss im Bereich des Heidelberger
Ruderklubs waren am 17. und 18. Juni Schauplatz eines internationalen Wettbewerbs mit
über 700 Personen. Bewertet wurden Kanus aus Beton, die nicht nur schwimmen, sondern sich
sogar ein hartes Rennen liefern können. Die pfiffigen Betonkonstruktionen stellen dabei
jedes Mal eindrucksvoll die vielfältigen Gestaltungs- und Einsatzmöglichkeiten des
Baustoffs auch ausserhalb seines alltäglichen Einsatzes auf den Baustellen unter Beweis.
In diesem Jahr waren 37 Institutionen (diverse deutsche Teams, zwei Schweizer Hochschulen,
eine französische Hochschule und eine französische Technikerschule) mit 47
Wettkampfkanus und 8 Wasserfahrzeugen der Offenen Klasse am Start. Die Aktiven stellten 54
Herrenmannschaften, 28 Damenmannschaften und 8 Mannschaften der Offenen Klasse. Die
nächste Regatta findet in zwei Jahren statt, in der Hoffnung, wieder eine motivierte
Gruppe von Studierenden zu finden, welche die ETH an diesem super Anlass vertreten wird. |
Der
Bau des ersten modernen Betonkanus reicht in die Jahre 1968/69 zurück. Es kam in den USA
als schwere Ferrocement-Konstruktion (Feinbeton mit Maschendrahtbewehrung) mit 180 kg
Gewicht "zur Welt". Ende der siebziger Jahre griff der Bundesverband der
Deutschen Zementindustrie die Idee der Betonkanus auf und realisierte sie schliesslich
erstmals 1986 bei der 1. Deutschen Betonkanu-Regatta. Aus Universitäten, Fachhochschulen,
Berufsfachschulen und Ausbildungszentren - also überall dort, wo Betontechnologie und
-technik gelehrt wird - sollte nach dem Willen der Initianten zukünftigen Architekten,
Ingenieuren und Baufachleuten eine Plattform geboten werden, sich im Wettbewerb mit
Betonkonstruktionen und mit den Baustoffen zu befassen, bei der Ausführung handwerklich
mit dem Baustoff zu arbeiten und die theoretischen Überlegungen sowie Konstruktion und
Ausführung zu dokumentieren. |
| Liapor-KreativLiapor-Schmuck |
| Schmuck-Design
by Franziska Roethenmund und Sabine Bouliche, Basel. |
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